11.07.06
Lästern über Kollegen
Eigentlich wollen wir hier nicht über Kollegen lästern. Aber nachdem schon beim Storyblogger in der neuen Rubrik Küchengespräche “über alles, was die Welt des Klatsch und Tratsch in einer Agenturküche so thematisch mit sich bringt” geschrieben wird, können wir uns auch nicht mehr zurückhalten.
Der Handelsblatt-Redakteur und A-Blogger Thomas Knüwer hat sich heute die PR-Agentur Golin Harris vorgeknöpft: “Wenn selbst eine Kommunikationsberatung nicht mehr auf ihre eigenen Homepage guckt, ist es Zeit, sich zu überlegen, wer die ganzen Unternehmens-Internet-Seiten überhaupt noch braucht.” Anlass für die Polemik ist die Tatsache, dass in der Rubrik “Aktuelles” auf der Website der Agentur in 2,5 Jahren “ganze sechs Meldungen” erschienen sind und es das Agentur-Weblog seit dem Start zu Jahresbeginn nur auf einen einzigen Eintrag gebracht hat.
In der Tat: Für eine Agentur, deren Geschäft die Kommunikation ist, etwas dürftig. Und für potenzielle Kunden nicht unbedingt eine Empfehlung. Aber wie war das mit dem Schuster? Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Pflege einer statischen Website immer mit viel Aufwand verbunden ist. Meist bleibt dafür im hektischen Agenturalltag keine Zeit. Die Arbeit für die Kunden geht schließlich vor.
Aber ein Weblog zu starten und dann nichts mehr dafür tun? Dafür gibt es eigentlich keine Entschuldigung. Es ist zwar für eine PR-Agentur sicher sehr hype, bei diesem Web 2.0-Dings mit dabei zu sein. Aber ohne “Fleiß kein Preis” - sagte schon meine Großmutter. Immerhin wird Gollin Harris vermutlich demnächst in den Google- und Technorati-Trefferlisten weit oben stehen - wenn auch nicht unbedingt so, wie gewünscht. Dann können die Kollegen mal zeigen, was sie an Krisen-PR so drauf haben.
NACHTRAG: Nicht gerade viel. Nach zwei Tagen hat sich der Geschäftsführer der Agentur per E-Mail bei Thomas Knüwer gemeldet und was von “viel Arbeit für die Kunden” und der Blog-Ruine als “Erinnerungszettel” geschrieben. Besser als keine Reaktion - aber 2 Tage sind in der Blogosphäre eine verdammt lange Zeit, wenn wirklich mal was Ernstes passiert.
Ich war eigentlich nur auf der Suche nach Anregungen, kleine Gemeinheiten auf die richtige Art zu veröffentlichen…
Es tun sich mir nun Abgründe auf, die zu nutzen ich anstreben werde…