29.01.08
Nokia und die Corporate Social Responsibility
In einem Bericht, der sich heute bestimmt seinen Weg in die Medien bahnen wird, beschäftigt sich die Nachrichtenagentur dpa am Beispiel von Nokia mit der begrenzten Wirkung von Aktivitäten im Bereich der Corporate Social Responsibility (CSR) und - im Zusammenhang damit - mit der fehlenden Krisen-PR des finnischen Handy-Konzerns. Durchaus lesenswert.
Genauso wie die der Beitrag “Zukunft Medien: 10 Thesen” im Blog der Journalistin Christiane Schulzki-Haddouti, die sich mit den rasanten Veränderungen in der Medienlandschaft durch das Web 2.0 befasst.
Und der Zusammenhang zwischen Beidem? “Das Kommunikationsdebakel von Nokia im Fall Bochum konterkariert – vor allem in der deutschen Öffentlichkeit – alle CSR-Erfolge der Finnen. … Pannen bleiben nicht geheim. Nicht nur Blogger tragen sie in Windeseile um die Welt. Das hat nicht nur Nokia gemerkt. …“, ist im dpa-Text zu lesen. Genau das ist die entscheidende Veränderung in der Kommunikation, auf die sich auch die PR einstellen muss.
Prof. Pleil hat gestern in seinem Interview sehr schön formuliert, was Öffentlichkeitsarbeit unter den neuen Bedingungen leisten sollte: “Ganz einfach: Nicht manipulieren! Das klingt jetzt vielleicht ein wenig naiv, aber die beste Versicherung sind da hervorragende Produkte und ein akzeptables Verhalten, z.B. gegenüber Mitarbeitern oder Zulieferern. Manipulativ wird PR doch meist, wenn etwas nicht stimmt. Das gilt übrigens nicht nur für Produkte, sondern z.B. auch für die Anpassungsfähigkeit an veränderte Bedingungen.“

