Gegen Schlammschlacht: Website soll Gerüchte über Barack Obama sofort entkräften
Auch ein Präsidentschaftskandidat in den USA muss ständig für seine digitale Reputation kämpfen. Deshalb hat Barack Obama unter der Adresse www.fightthesmears.com (”Kampf dem Schmutz”) eine Website gestartet, auf der falsche Gerüchte über den Politiker im Handumdrehen widerlegt werden - und zwar unter aktiver Mithilfe der Obama-Unterstützer. Die können zum Beispiel ihre eigenen Kontaktadressen hochladen und dafür sorgen, dass diese Freunde sofort Informationen erhalten, die Gerüchte aus Schmutzkampagnen richtigstellen.
Die Website wurde freigeschaltet, nachdem auf rechtsgerichteten Websites und in konservativen Rundfunk-Talkshows das Gerücht verbreitet wird, Obamas Ehefrau Michelle habe das abschätzige Wort “whitey” für weiße Wähler benutzt. Es gebe ein Video, auf dem sie - von der Kanzel der Trinity United Church of Christ sprechend – dieses Wort verwendet habe. Das Obama-Team entgegnet dagegen, es gäbe kein solches Video. Auf der Seite heißt es auch, “Senator Obama ist nie ein Muslim gewesen, wurde nicht als Muslim aufgezogen, und ist ein engagierter Christ“. Zudem ist ein Foto zu sehen, auf der Obama seine Hand laut Bildüberschrift zum Eid auf eine Bibel legt. “Unsere Anhänger können so gegen die Schmutzkampagne vorgehen, wie sie verbreitet wird: Per Internet“, sagte Obamas Sprecher Tommy Vietor zum Start der Antischmutz-Site.
Die Nachrichtenagentur afp, bei der diese heute von vielen Tageszeitungen ungeprüft übernommene Meldung gestern über den Ticker lief, betätigte sich gleich selbst als Gerüchteschleuder: Indem sie die URL mit www.FightTheSmear.com angab, was ins digitale Nirwana führt.
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