Die Deutsche Telekom bloggt jetzt auch
Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Das “Deutsche Telekom Interactive TV Award – Der Developer Blog” überzeugt leider nicht besonders. Der PR-Blogger Klaus Eck hat die Kritik heute sehr schön auf den Punkt gebracht: “Es fehlt eigentlich alles, was ein gutes Corporate Blog auszeichnet. Aktuelle und lesenswerte Inhalte, ein persönlicher Einstieg und vor allem an erkennbaren Menschen, die bloggen. Bisher gibt es auf der Plattform keine Blogger. Nicht ein Beitrag ist namentlich gekennzeichnet. Anonymität vorherrschend.”
Im Impressum sind zwar die Namen von zwei Autoren genannt und in der Selbstdarstellung heißt es: “Dieser Blog begleitet den Wettbewerb rund um die Ausschreibung des Interactive TV Awards der Deutschen Telekom. Er richtet sich an Entwickler und Technologie-Begeisterte, die sich mit interaktivem Fernsehen und seiner Zukunft beschäftigen. Die Inhalte des Blogs erstellen Mitarbeiter der Deutschen Telekom AG. Ein Redaktionsteam unterstützt sie – und sucht dabei den jeweils eigenen Blickwinkel der Autorinnen und Autoren zu wahren und die Leser dieses Blogs zur Diskussion anzuregen.”
Wenn man schon das Geld für ein Redaktionsteam in die Hand nimmt (was ja erst mal nicht schlecht ist), hätte man auch noch ein paar Euro in eine vorherige Blog-Beratung investieren können. Vielleicht durch einige erfahrene Blogger. Dann wäre wohl nicht nur die alte Frage, ob es nun “der” oder “das” Weblog heißt, anders entschieden worden, sondern die Verantwortlichen der DTAG hätten auch etwas mehr über dieses Medium erfahren.
Der Anspruch ist sehr hoch: “Die Deutsche Telekom AG bietet ihren Mitarbeitern diese Möglichkeit der Kommunikation und des Dialogs mit einer interessierten Öffentlichkeit. Sie betrachtet die Aussagen der Autorinnen und Autoren jedoch nicht als offizielle Verlautbarungen im Sinne der Unternehmenskommunikation. Wir wünschen uns, dass die Leserinnen und Leser diese Tatsache in ihren Kommentaren berücksichtigen und die Beiträge in diesem Blog für das nutzen, wofür sie gedacht sind: als Angebot zum Dialog mit ausgewiesenen Spezialisten und zur gemeinsamen Weiterentwicklung eines ungeheuer spannenden Themas!”
Schade, da nutzt wieder einmal ein führender DAX-Konzern die Chancen dieses Mediums nicht richtig.