Google Knol: In einer Woche auf Platz 1 im Suchmaschinen-Ranking
Genau vor einer Woche haben wir auf der neuen Wissensplattform “Google Knowledge” unsere erste “Wissenseinheit” (“Knol”) zum Thema Online-PR veröffentlicht. Heute können wir feststellen, dass der Artikel auf Platz 1 der Trefferliste rangiert, wenn man in der deutschen Google-Suche “PR + Knol” eingibt.
Also lohnt sich der Aufwand, solche Knols zu schreiben. Andere haben sich mit ihren Themen noch schneller an die Spitze katapultiert. Laut Google nicht etwa deshalb, weil der Suchmaschinengigant seine eigene Plattform bewusst bevorzugt. Sondern weil die Such-Algorithmen Seiten mit einem hohen PageRank nach vorne schieben. Das hat bisher vor allem der Wikipedia genutzt. Da aber die Knol-Beiträge Subdomains der Google-Website sind (und die hat mit 10 den höchsten PageRank überhaupt), profitieren nun auch die “Knols” von diesem Mechanismus.
Voraussetzung ist alerdings ein einzigartiger Content in den Knol-Artikeln. Denn Google checkt den Inhalt vorher auf Duplikate. Wer einfach einen vorhandenen Text per Copy & Past zu “Knol” transferiert, wird voraussichtlich mit einem niedrigeren Ranking bestraft.
Wichtig ist aber auch die richtige Wahl der Überschrift und
der Sub-Headline des Textes. Denn Google Knol verwendet diese – ähnlich wie Blogsoftware – für die Bildung der URL. Eine Knol-Adresse sieht z.B. so aus:
http://knol.google.com/k/andreas-kemper/grundlagen-des-knol-schreibens/
Sie enthält also den Namen des Autors und die Überschrift nebst allerlei kryptischen Zeichen. In diesem Fall handelt es sich um die (äußerst lesenswerte) Einführung von Andreas Kemper “Grundlagen des Knol-Schreibens”.
Problematisch wird es bei Umlauten im Autorennamen oder in der Überschrift, denn die verschluckt die US-Software. Darauf sollte man achten, denn das vermindert die Wiederauffindbarkeit des Textes.
Wenn es um die persönliche Reputation des Autors geht, ist sein Name in der URL sicher sinnvoll. Aber wenn dieser nicht so selten ist (etwa Bernd Müller), dann wird es höchstwahrscheinlich bald mehrere Knol-Autoren mit gleicher URL-Struktur geben. Deshalb sollte man sich überlegen, ob man als Autorennamen nicht einen Firmen- oder Produktnamen oder gar einen bestimmten Begriff wie z.B. “Tierpsychologie” nimmt. Denn der wird dann Teil aller URLs und erhöht die Auffindbarkeit unter diesem Begriff enorm. Wir z.B. schreiben unsere Knols unter der Adresse:
http://knol.google.com/k/conosco-pr-agentur
Das Anmeldeverfahren bei Google lässt das durchaus zu. Vorname: conosco, Nachname: PR-Agentur. Als “Foto” kann dann ein Firmenlogo hochgeladen und unter “Profil” eine Selbstdarstellung des Unternehmens eingetragen werden.
Wie die weitere Entwicklung von “Google Knowledge” sein wird, steht noch etwas in den Sternen. Entscheidend dürfte sein, ob dort auf Dauer tatsächlich brauchbare Informationen zu finden sind und der Suchmaschinenbetreiber der abzusehenden Spam-Flut Herr wird. Inzwischen gibt es sogar schon eine Software, die angeblich “Knols” vollautomatisch generiert. Aber ohne Inhalte wird es auch die schwer haben.
“Unterdessen ist in der letzten Woche bereits eine deutschsprachige Infrastruktur um das neue Google-Projekt entstanden: Von einer Liste deutschsprachiger Knols und Autoren als zentralem Knotenpunkt der deutschsprachigen Community, über eine Google Group, einen FriendFeed-Raum und ein Mixxt-Forum bis zum Twitter-Benachrichtigungsdienst für neue Knols“, schreibt das CIO-Weblog. Tagtäglich kommen neue “Wissensbausteine” auf der Plattform hinzu. Von daher bleibt die Entwicklung spannend. Und wir werden diesen neuen Kommunikationskanal auf jeden Fall unseren Kunden anbieten, um ihre Online-Sichtbarkeit gezielt zu erhöhen.
4 comments
Ich stimme zu, dass der Aufwand, Knols zu schreiben lohnt, trotzdem zwei Anmerkungen:
Dass bei der Sucheingabe “PR+Knol” bei zur Zeit gerade mal 11 Beiträgen zum Thema PR auf Knol dann ein Platz 1 bei den Suchergebnissen erreicht wird, ist zwar nett, aber nicht wirklich erstaunlich. Interessant ist doch eher zu sehen, wo die Knol Einträge bei gängigen, allgemeinen Anfragen, wie etwa “Online-PR” landen.
Der Pagerank (PR) 10 von google.com wird nicht automatisch auf die Subdomains übertragen. Google Blogsearch hat beispielsweise einen PR von 7, die deutschssprachige Version lediglich PR 4. Der Pagerank von Knol wird momentan von Google noch nicht angezeigt. Experten vermuten, dass er sich zwischen 7 und 9 einpegeln wird.
Hallo Werner,
vielen Dank für die Erläuterungen zum PageRank. Klar, ich würde mich auch freuen, wenn unser Knol beim Stchwort “PR” auf Platz 1 wäre. Aber das wäre wohl etwas vermessen. Immerhin werden die deutschsprachigen Knols nun überhaupt von Google gefunden und angezeigt. Das war ja die ersten Tage nicht unbedingt so. Und an der Positionierung bei ganz allgemeinen Begriffen kann – und wird – sich bestimmt ja noch etwas ändern. Warten wir es ab.
Was nutzt einem aber ein solcher Knol-Beitrag für die eigene Seite, wo die Links alle mit einem NoFollow maskiert sind?
Also ich benutze für meine Artikel andere Portale wie http://www.Online-Artikel.de. Die Meldungen sind innerhalb von 5 min. in Google Index und Google News zu finden und Ranken auch sehr gut. Es gab zwar noch einen anderen ähnlichen Portal (Misterinfo), die haben aber leider auf nofollow umgestellt und es somit für mich uninteressant gemacht.