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Google zeigt Blog-Beiträge getrennt in der Trefferliste an

Es wird ja schon länger darüber spekuliert, ob Google künftig in seinen Trefferlisten Blog-Beiträge getrennt anzeigt und so reine “Meinungsmache” besser von “Qualitätscontent” unterscheidet. Jetzt scheint das bei einigen Suchbegriffen zumindest testweise zu geschehen.

Etwa bei der Suche nach “Unified Communications” – einem Begriff, der für unseren Kunden Siemens Enterprise Communications sehr wichtig ist. Wenn die Ergebnisliste auf 10 Treffer eingestellt ist, erscheint an deren Ende folgende Anzeige (zum Vergrößern anklicken):

Google-Blog-Posts.JPG
Diese Entwicklung hat zwei Seiten: Auf der einen Seite fliegen Blog-Beiträge, die bisher zum Teil hoch gerankt waren, womöglich aus den ersten Treffern heraus. Zum Anderen ist durch diesen Mechanismus aber sichergestellt, dass sich auf der ersten Seite der Trefferlisten auf jeden Fall aktuelle Blog-Postings befinden – im Zweifelsfall die Suchmaschinennutzer also darauf besser aufmerksam werden.

Allerdings muss Google, wie das Beispiel “Unified Communications” sehr schön zeigt, zuvor ein Problem lösen, dass auch bei der Google Blogsuche immer ärgerlicher wird: Unter den angezeigten “Blog Posts” ist kein einziges aus einem echten Weblog – es handelt sich in allen 3 Fällen um ganz normale Online-Medien.

2 comments

1 Alexander { 08.19.08 at 17:30 }

Was die Frage aufwirft: Was ist “Qualitätscontent”? Ist die Produktwerbeseite von Siemens Enterprise Communications besserer “Qualitätscontent” als das Communication-Blog? Was von beiden ist eher “Meinungsmache”?

Das Problem an einer Aufsplittung des Contents ist schlicht, dass die Suchmaschine dann den Benutzer mit deren Interpretation verschiedener Content-Typen noch mehr bevormundet als es über die Ranking-Algorithmen ohnehin schon passiert. Hinzu kommt: Es gibt ja mehr als “Qualitätscontent” und “Meinungsmache” und das zu allem Überfluß in allen Arten von Web-Sites.

Abgesehen davon: Woran will man das zuverlässig festmachen? Die Semantik gibt das noch lange nicht her. Und ob formale Prüfungen (RSS ja/nein, Aktualisierungsfrequenz o. ä.) das wirklich leisten könnten?

Die einzig sinnvolle Lösung wäre, diese Bewertung dem Nutzer zu überlassen. Ich bezweifle allerdings, dass Otto-Normaluser das wirklich anwenden würde.

2 Usenet { 07.16.09 at 01:35 }

Tja, das Leben kann so scheisse sein, mann muss sich nur mühe geben.